Über uns

Unsere Webseite wird, wie auch der Informationsverteiler und der Debattenverteiler von der Orga-Gruppe inhaltlich und organisatorisch betreut, verwaltet und mit „Input“ versorgt. Die größere Menge der interessanten Beiträge kommt allerdings von Euch, dafür an dieser Stelle besten Dank!

Die Orga-Gruppe vergrößerte sich in den letzten Jahren dadurch, dass die ursprünglich Aktiven wie Karl-W. und Klemens grüne Mitglieder ansprachen. Einige bringen sich projekt-bezogen ein, andere helfen beim technischen Support und ein paar auch bei der Organisation.

Aktuell gehören der Orga-Gruppe an: Maria Feckl, Svenja Horn, Mario Hüttendorfer, Lene Greve, Klemens Griesehop, Karl-W. Koch, Franz Krause, Claudia Laux, Simon Lissner, Andreas Müller, Martin Pilgram, Andrea Piro, Barbara Romanowski, Horst Schiermeyer, Lothar Winkelhoch und Wolfgang Wettach, (Stand 22.09.2022)

Erreichbar sind wir über die Mailadresse: orga@gruene-linke.de

Im Dezember 2019 hat Ralf Henze, der diese Initiative in Schleswig-Holstein als „BasisGrün“ 1996 gegründet hatte, seine Mitarbeit in Grünen Linken beendet. Für die Administration der Grün-Linken Seite sowie der Mailinglisten steht er weiter zur Verfügung. Für seine bisherige Arbeit danken wir ihm herzlichst. Ralf Henzes hat ein neues Projekt: https://gruen4future.de/ (schaut doch mal rein…)

Zur Geschichte:

1996 hat Ralf Henze ein Netzwerk in Schleswig-Holstein gegründet, das sich den Namen BasisGrün gab. Als Mitglied des Landesvorstandes wollte er die Hierarchien in der Partei umkehren, von unten nach oben. Dazu gab es auch eine BasisGrüne Erklärung, die wir im Jahr 1998 leicht modifizierten und damit bundesweit gültig machten:

BasisGrüne Erklärung

Ausgehend von Schleswig-Holstein treffen sich seit Sommer 1998 Mitglieder von Bündnis 90 / DIE GRÜNEN zu Diskussionen über Alternativen zur vorherrschenden Politik, wie sie in den Parteigremien aus organisatorischen und politischen Gründen kaum noch geführt werden können. Die informelle Geprächsrunde hat sich die Bezeichnung BasisGrün gegeben. Der Name ist nicht Tatsachenbeschreibung, sondern Forderung: ‘grün’ bedeutet nicht eine Parteibezeichnung, sondern ein Programm, ‘basis’ heißt nicht Mitgliedschaft, sondern demokratischer Politikstil.

Fehlentwicklungen im Zusammenhang mit rotgrünen Koalitionen sind aber wiederum nur ein Symptom, dem Parteistrukturen zugrundeliegen, die nicht mehr basisdemokratisch sind, Inhalte, die nicht mehr ökologisch, sozial, gewaltfrei und kritisch gegenüber kapitalistischen Strukturen sind, Ideologien, denen das Mitmachen wichtiger ist als die Veränderung. Regierungsbeteiligung kann sich, zu stark fixiert auf den Erhalt der Macht, auch als kontraproduktiv erweisen. Aus dieser desolaten Situation wollen die TeilnehmerInnen des Kreises BasisGrün herausfinden.

Eine Enthierarchisierung der Partei ist nötig, damit konservative Organisationsstrukturen nicht weiterhin konservativen Inhalten Vorschub leisten. Die wirklich wichtigen Entscheidungen in unserer Partei müssen auf breiter Basis vorbereitet, diskutiert und gefällt werden. Der Kreis BasisGrün will eine Beratungs- und Entscheidungskultur einführen, in der nicht Amt oder Funktion ausschlaggebend sind, sondern in der sich eine Auffassung nur durch Argumente legitimieren kann. In künftigen Struktur- und Satzungsdebatten werden wir auf solche Kriterien Wert legen.

die komplette BasisGrüne Erklärung, Version 1999 (PDF)…

die archivierte Homepage von BasisGrün…

BasisGrüne Aktivitäten

Nach dem Bielefelder Sonder-Parteitag zum Kosovokrieg, der durch Ralf Henze und Ulrich Cremer initiiert wurde, traten viele Grüne aus der Partei aus. Bald darauf gab es einen Kongress von noch-Grünen und Ex-Grünen in Dortmund mit 650 Teilnehmenden, den Ralf Henze organisierte. Ziel war, gemeinsam ein Projekt zu starten und das Ergebnis war, dass BasisGrün als ein Projekt für alle weitergeführt wurde. Dies funktionierte leider nicht, da viele Ex-Grüne sich ihren berechtigten Frust an den in der Partei verbliebenen linken Grünen ausließen. Dabei gab es gute Versuche, es gemeinsam zu versuchen, so auch mit überparteilichen Kongressen, wie einer mit Petra Pau (damals WASG) und anderen. Eine große und schöne Überraschung war das Erscheinen von Hans-Christian Ströbele.

Da dieses Projekt leider scheiterte, weil von den Ex-Grünen der Frust über die Partei an den Noch-Grünen ausgelassen wurde, ging Ralf Henze im Jahr 2001 wieder ganz zurück in die Partei und gründete das Netzwerk Grüne Linke. Weniger Monate später folgten die anderen Linksgrünen von BasisGrün nach und Basisgrün war erledigt. Es gab weitere aus dem Netzwerk heraus initiierte Sonderparteitage wie zur Agenda 2010, aus der Hartz IV hervorging. Ebenso ein Sonderparteitag zu Afghanistan und durch Druck auf den Bundesvorstand zum Atomausstieg im Jahr 2011. Ebenso wurden immer auf regulären Parteitagen Erfolge erziehlt, häufig mittels Durchkreuzen der Strategien des Realolagers.

Ab dem Jahr 2007 gab es ein Koordinationsteam an der Seite von Ralf Henze, das ihm bei Entscheidungen zur Seite stand und auch auf BDKen (Bundesparteitagen) mit koordinierte. Auf bundesweiten Treffen wurden Leute vorgeschlagen und gewählt. In der Regel waren dies Leute, die sich durch aktives Einbringen in Debatten bekannnt machten.

2008 gab es eine neue Erklärung, die unter Federführung von Robert Zion verfasst wurde:

Links-libertär

Wir sind nicht mehr länger die Generation X, die den Partei- und Wirtschaftsführern zuruft: „Here we are now, entertain us“ (Nirvana). Wir waren schon bei den Ärzten und sind immer noch für Visionen. Aber das ewig uneingelöste Versprechen der Vollbeschäftigung haben wir nicht mehr anzubieten.

Wohlstand besteht für uns nicht mehr darin, „eine Arbeit zu machen, die wir hassen, um uns eine Scheiße zu kaufen, die wir nicht brauchen“ (Fight Club); nicht in einem Sozialstaat, der arm macht, der kommandiert, gängelt und kontrolliert; nicht aus einer gelenkten Demokratie und einer Politik, die ihre Visionslosigkeit als „Vermittlungsproblem“ verkauft; nicht in vermeintlich „notwendigen Grausamkeiten“.

Was wir anzubieten haben, ist Freiheit und Solidarität. Nein, ein solidarischer Individualismus ist keine Widerspruch, wir sind der Überzeugung, dass es eine Gesellschaft geben kann, “worin die freie Entwicklung eines jeden die Bedingung für die freie Entwicklung aller ist“ (Karl Marx, 1848). Und darum nennen wir einen Krieg immer noch einen Krieg und halten Armut und Ausgrenzung immer noch für einen Skandal; darum sind wir aus Überzeugung emanzipatorisch und links, was für uns dasselbe ist.

Die komplette Erklärung Links-libertaer (PDF)…

Versuch der Übernahme

Nach dem Parteitag zum Atomausstieg im Jahr 2011, bei dem das Netzwerk Stärke zeigte und ein anderer Teil der Linken in der Partei, geführt durch Mandatsträger*innen, unterlag, gab es den Versuch, die Grüne Linke zu übernehmen, durch Drohungen und mehr. So auch durch zwei Mitglieder des damaligen Koordinationskreises der Grünen Linken. Diese parierte Ralf Henze und es wurde von diesen Leuten das Netzwerk “Grün Links Denken” gegründet, das sich als Dachverband aller linken Gruppierungen innerhalb der Partei bezeichnete. Die Frage, welche weiteren Gruppierungen es gibt, wurde nie beantwortet. Der Rest des Koordinationskreises verschwand ebenfalls mit dem Versuch der Übernahme und Ralf Henze organisierte das Netzwerk drei Jahre lang wieder alleine.

Im Jahr 2015 kamen einige der alten Mitglieder wieder dazu und brachten weitere Personen mit in den Orgakreis, das nun in Unabhängige Grüne Linke umbenannt wurde.

Ralf Henze stieg Ende 2019 aus dem Netzwerk aus, das er 1996 aufgebaut und über sehr viele Jahre auch finanziert und organisiert hatte.

 

Selbstbeschreibung der UGL (2021)

Die UGL ist eine Gruppe von engagierten Grünen, aller Altersgruppen und Herkunft. Sie wollen die Basis-Demokratie und progressive Politikansätze in den politischen Diskurs insbesondere innerhalb von Bündnis 90 / Die Grünen einbringen. Wir engagieren uns im Orga-Team, bei Orga&Friends und auf den Mailing-Listen durch Beiträge und Aktionen der verschiedensten Art.

Das ausführende Organisationsgremium ist hierbei das Orga-Team. Die UGL hat dabei nicht den Anspruch für alle links-grün denkenden Menschen zu sprechen, möchte aber ihren Mitgliedern eine Stimme geben. Selbstverständlich gibt es neben der UGL noch viele grüne Initiativen, mit denen wir gerne von Fall zu Fall unsere Kräfte bündeln.

FAQs:

  1. Was macht das Orga-Team und warum haben wir keine Sprecher*innen?

Das Orga-Team organisiert die beiden Mailing-Listen „Input“ und „Debatte“, sowie die Homepage und gibt darüber Infos weiter. Wenn wir eine Stellungnahme vom Orga-Team zu einem Thema herausgeben, tun wir dies stets im Konsens. Deswegen haben wir von der Wahl von Sprecher*innen abgesehen.

  1. Was ist das „Entscheidungs-Team“ (aktuell: Barbara, Klemens und Karl-W.)

Das Entscheidungs-Team entscheidet bei dringendem, akuten Handlungsbedarf ebenfalls im Konsens. Die Entscheidung wird dem Orga-Team zur Kenntnis gegeben und kann ggfls. widerrufen, ergänzt oder geändert werden.

  1. Was sind Orga&Friends?

Das Projekt ist im Aufbau und soll unsere Arbeitsbasis verbreitern. Oft haben Menschen, die wir bzgl. Mitarbeit angesprochen haben, geantwortet: „Inhaltlich gern, vor allem zu xyz, aber bitte keine Orga-Arbeit, schaffe ich zeitlich nicht bzw. habe ich keine Lust drauf.“ Das ist nachvollziehbar. Aber um diesen Menschen aktive Mitarbeit zu ermöglichen, haben wir dieses Konstrukt gewählt.

  1. … und wie wird man Mitglied von Orga&Friends?

Bisher haben wir gezielt Menschen angesprochen, die dem Orga-Team in der Mailingliste oder bei BDKen positiv aufgefallen sind. Selbstverständlich kann sich jede*r melden, der*die sich mit dem UGL-Selbstverständnis identifziert. Nach aktuellem Stand haben sich 16 Friends bereit erklärt und  ihre Unterstützung zugesagt.  

  1. WER kann Beiträge schreiben und Initiativen über den Verteiler zu starten?

Jedes Mitglied der Mailing-Liste “Input” und “Debatte” hat die Möglichkeit, Beiträge auf den Verteilern zu veröffentlichen und zur Diskussion anzuregen, sofern es die Netiquette wahrt und sich nicht parteischädigend verhält. Die Listen sind in der Regel nicht moderiert. Jede*r kann sich äußern. Dabei dient der Verteiler “Input” den Ankündigungen und der Verteiler Debatte der Diskussion. Falls Moderation erforderlich ist, geschieht dies durch das Orga-Team.

  1. Wie wird mit Aktionen und Positionen der UGL verfahren?
    1. Manchmal ist eine umgehende Reaktion erforderlich (z. B. bei Presseanfragen oder wenn die aktuelle politische Lage dies erfordert), dann entscheidet unser Entscheidungsteam (s. 2.). Das kommt jedoch äußerst selten vor, ansonsten entscheidet immer das Orga-Team im Konsens, jedes Mitglied hat 48 Stunden Zeit sich zu äußern.
    2. Manche Initiativen werden von Einzelnen in einem schon weitgehend fertigen Zustand eingebracht, so dass eine umfangreiche Diskussion u. U. die Initiative zerfleddern und wertlos machen würde. Kommt hier keine Einigung zustande, werden deratige Papiere als „Autor*innen“-Papier veröffentlich. Somit ist kenntlich, dass dies nicht die Meinung des Orga-Teams widerspiegelt.
    3. Wenn jedoch inhaltlich mittel- und langfristig – bei Null angefangen – neue Initiativen begonnen werden, ist es sinnvoll zu BEGINN über den Debatten-Verteiler zu gehen und Mitstreiter*innen zu suchen.
  2. WER legitimiert das Orga-Team?

Diese Frage ist u.E. nicht ohne weiteres zu klären. Wahlmöglichkeiten per Internet / Verteilerliste o.ä. sind noch nicht ausgereift und praktisch mit vernünftigem Aufwand nicht umsetzbar. Wahlen bei einem Treffen vor Ort wären immer ein Ausschluss von als 90% derjenigen, welche bei dem Treffen nicht teilnehmen können oder (z.B. aus Zeitgründen) nicht wollen.
Aber jede*r, der*die Interesse hat, kann sich wie hier beschrieben einbringen und so mitentscheiden.
Das Orga-Team der Unabhängigen Grünen Linken

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