Diskussion mit Mitgliedern der israelisch-palästinensischen Bewegung „Combatants for Peace“ und MdB Kassem Taher Saleh (9.10.25, 18:30 Uhr)

Durch Gewaltfreiheit zu Frieden und Gleichheit: Eine Diskussion mit Mitgliedern der israelisch-palästinensischen Bewegung „Combatants for Peace“ und Kassem Taher Saleh (9.10.25, 18:30 Uhr)

Eine Veranstaltung der Grünen Linken in Kooperation mit Kassem Taher Saleh (MdB), Gregor Kaiser (MdL NRW) und dem KV Olpe.

Die Vereinten Nationen setzen sich folgende Ziele: […] freundschaftliche, auf der Achtung vor dem Grundsatz der Gleichberechtigung und Selbstbestimmung der Völker beruhende Beziehungen zwischen den Nationen zu entwickeln und andere geeignete Maßnahmen zur Festigung des Weltfriedens zu treffen […].
(Artikel 1, UN-Charta vom 24. Oktober 1945)

Die Befreiung vom Faschismus und die Beendigung des Zweiten Weltkriegs (8. Mai 1945) eröffneten eine neue Etappe in der Entwicklung der Menschheit. Mit der Verständigung auf die weitreichenden Maßstäbe der UN-Charta sollte die Weltgemeinschaft frei von Furcht und Not ihre Geschicke gestalten: kooperativ, zivil, und auf Grundlage des Selbstbestimmungsrechtes aller Völker unter Gleichen.

Die weltweite Zivilgesellschaft ist gefragt, diese Maßstäbe neu zur Geltung zu bringen, um die bis heute unterbundene Herausbildung eines souveränen Staates der Palästinenser:innen und ihre umfassenden sozialen, politischen und kulturellen Menschenrechte zu verwirklichen. Das ist zur Beendigung des Genozids an der palästinensischen Bevölkerung heute so dringlich wie nie. Zugleich hat die Durchsetzung des Völkerrechtes gegen das Recht des Stärkeren beispielgebende Bedeutung dafür, die weltweite Krise der internationalen Beziehungen positiv zu entscheiden.

Eine der Organisationen, die durch gewaltfreien Widerstand die Perspektive auf eine gemeinsame zivile Entwicklung im Nahen Osten vorwegnehmen, sind die 2006 gegründeten „Combatants for Peace“. Hier brechen Palästinenser:innen und Israelis die Logik der Gewalt, indem sie den Dienst an der Waffe verweigern und den im Krieg geschürten Feindbildern sowie der eklatanten Ungleichheit die gemeinsame Befreiung aus unterdrückenden Verhältnissen entgegensetzen. Sie ebnen damit den Weg von jeweils spezifischen kollektiven Traumata – Kolonialismus, Nakba und der Völkermord an der jüdischen Bevölkerung Europas – zu Frieden, Sicherheit und Würde für die palästinensische und die israelische Bevölkerung.

Wie gelingt die persönliche Befreiung aus struktureller Gewalt? Wie lässt sich aus diesem Beweis gelebter Völkerfreundschaft auch hierzulande das Engagement für das globale „Nie Wieder Faschismus – Nie wieder Krieg!“ fundieren? Welche Rolle spielt die deutsche Zivilgesellschaft zur Schaffung von Frieden in Israel und Palästina? Diese Fragen wollen wir nach einem Grußwort von Kassem Taher Saleh (MdB, Bündnis 90/Die Grünen) ausgehend von persönlichen Berichten von Mai Shahin und Eli Avidor (Combatants for Peace) von ihrer Arbeit gemeinsam diskutieren.

Die Veranstaltung findet über die Plattform Zoom als Videokonferenz statt und steht allen interessierten Mitgliedern von Bündnis 90/Die Grünen sowie der Grünen Jugend offen. Den Einwahl-Link senden wir nach Anmeldung unter dem untenstehenden Formular zu.

Bei Nachfragen sind wir unter kontakt [at] gruene-linke.de erreichbar.

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